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Donnerstag, Juni 20, 2019

zum Abschied

Was wir die letzten drei Tage gesegelt sind ...

Datum nach Distanz
Mo 17.06.2019 Röbel
23,3 km
Di 18.06.2019 Claassee
45,2 km
Mi 19.06.2019 Waren Klink
30,8 km
Total
99,3 km


Am Donnerstag nach dem Frühstück bauen wir die Zelte ab, machen unsee Boote transportfertig und verholen uns nach Mardorf am Steinhuder Meer.




Mittwoch, Juni 19, 2019

Abschluß - Dinner

Für unser Abschlußdinner fahren wir mit Carstens VW Bus ("Bulli") in's Seehotel Zielow









Lagerleben und Kochhauben

Wir haben alle dazu gelernt seit dem letzten Mal. Der Materialeinsatz ist dementsprechend hoch, und die Einigung auf einen fixen Standort und Sternfahrten verleitet natürlich dazu, etwas mehr als unbedingt notwendig mitzunehmen. Carsten kommt mit seinem Bus und seinen ominösen Schraubkanistern, wo so ziemlich alles drin ist, was man sich nur vorstellen kann. Aber auch Jürgen und Sven sind hervorragend ausgestattet.

Zum Frühstück gibt's "frisches" Gebäck aus dem Campingbüro, Rührei mit Zwiebeln, Speck und Wurst, divese Aufstriche, selbstgemachten Honig (Jürgens Vater) und selbstgemachte Marmelade. Und natürlich frischen Kaffee aus den French Presses ... Ihr wisst schon - die Linie hinter die wir nicht zurück wollen.

Apropos Aufstriche: das mit dem Schattenmanagement sollten wir noch einmal durchgehen ... wir hatten auf dem Campingplatz die meiste Zeit des ages über keinen Schatten, weder für die Zelte noch für die Autos. So konnten wir uns aussuchen, ob unsere Lebensmittel nur dunkelrot oder doch hellrot zum Glühen gebracht wurden, je nachdem, ob wir sie im Zelt oer im Auto verstauten. So waren die köstlichen Inersdorfer - Aufstriche bei gefühlt 55 Grad nur mehr gesalzener Proteinschleim. In der Früh, nach einer eher kühlen Nacht, konnte man das Dosenzeug gefahrlos "geniessen".

Handy - Stunde

das Zeltlager in Sietow

Frühstück mit Sven, Jürgen und 10 Rühreiern

Spaghetti am Tag danach ... mit Wurst und Ei

Chili con Carne aus der Dose con Bockwurst aus einer anderen Dose

Sven kocht nicht nur, sondern mixt auch Sundowner und Latenighters

Caipirinha mit alles ohne Eis

Waren - Klink

Heute segeln wir mal in die andere Richtung - nach Waren. Es ist eine schöne Fahrt, nur nach der Enge zwischen großer und kleiner Müritz kommen wir in ein ziemliches Windloch, aus dem wir nur  etwas mühsam herausfinden. Auch das Finden eines Liegeplatzes im Hafen von Waren gestaltet sich recht mühsam ... es sind zwar genügend Boxen da - und auch grün gekennzeichnet ... aber "nein da kann man nicht liegen, die sind alle für die Hausboote reserviert und sollten eigentlich rot markiert sein". Da dann habt's uns mal gern, wir fahren zurück zum Schloß von Klink, da waren wir eh noch nie.

das Schloß von Klink

Im  kleinen Hafen von Klink lernen wir die netteste, freundlichste Hafenmeisterin vom See kennen. Sie nimmt jedes Hausboot in Empfang und dirigiert es mit "Ruder nach links - vor - retour - ..." und einer Engelsgeduld in die Boxen. Ohne sie und ihren Kollegen, der das genau so freundlich und unaufgeregt macht, wären manche Hausbooties recht aufgeschmissen.

eine Box, vier Piraten

Freundlich wird auch uns eine Box gegeben, in die wir uns ziemlich hinein schlichten. Jürgen macht wahrscheinlich seinen ersten Stopperstek in der Praxis und ist ganz begeistert.

Gleich neben dem Hafen liegt noch ein anderer winziger Hafen mit Bäumen und Bootshäusern ... idyllisch.


 Und demgemäß nennt sich die Hafenkantine auch das "Hafenidyll Klink" ... nomen est omen!

Hafenidyll Klink

Tagesstrecke: 30.8km

Dienstag, Juni 18, 2019

Claassee

Die heutige Strecke kann sich sehen lassen ... 45km gesegelt, 4 Stunden kreuzen, 2.5 Stunden raumschot. Dazwischen ein Hafen in einem kleinen, nicht ganz leicht zu findenden Kanal und angeschlossenem Minisee (dem Claassee), dessen ersten zwei oder drei Stege fest in der Hand der Hausbootfahrer sind. Die Hafenkneipe ist tadellos, nur für die Pirates Bar scheinen wir einige Tage zu früh zu sein, die wird erst gebaut. Beim heimfahren auf Raumschot- bzw. Vorwindkurs versuche ich wieder den Spi zu setzen, was aber heute wegen der Welle viel schwieriger ist als gestern. Also lasse ich es bald wieder bleiben.

Tagesstrecke: 45.2km


Das Hafenbier (bzw Hafenobigspritzt) haben wir uns heute redlich(st) verdient.


Anlegebier / Anlegeobigspritzt



Zurück am Zeltplatz gibt‘s wieder mal einen Wettlauf um die vier Steckdosenplätze, und der kulinarische Ausklang dieses herrlichen Segeltages bestehr aus Spaghetti mit einem raffiniert ausbalanciertem Cuvee aus dreierlei Sugos.

plug war


chillen und kochen

Montag, Juni 17, 2019

Sietow - Röbel

Es ist für die gesamte Gruppe der erste Segeltag. Bei sehr leichtem Wind beschließen wir, nach Röbel zu fahren. Für die ca. 23km brauchen wir auch (fast) den ganzen Tag - das dann aber mit ausgedehnter Pause im Strandcafé von Röbel. Und sogar mein Spinaker darf mal an die Luft.



fertig zum auslaufen

Jürgen mit Aurum


Sven und Peter mit Jou Joux



unser Parkplatz in Röbel





easy Spi


Tagesstrecke: 23.2km






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Sonntag, Juni 16, 2019

Erlebnis Straße

Man braucht nur lange genug zu warten, schon ist wieder Wandersegel- und iHPF Zeit. Also habe ich wie schon so oft mein Boot vom See geholt und reisefertig gemacht. Heuer ist Müritz 2.0 ausgemacht. Die Freunde sind schon am Freitag angereist, ich fahre heute früh los. Der Plan, um 04:00 aufzubrechen, war wohl etwas überambitioniert, aber 05:30 schaffe ich locker. Die Sonne steht schon am Himmel und ich wähle heute die Route über Brünn, Prag, Dresden und Berlin.

Die ersten Kilometer sind ereignislos, bis auf sehr schöne Ausblicke auf  den Hora Rip und das Erzgebirge, und - im Gegensatz zu früheren Jahren - weitgehend baustellenfrei.


Hora Rip


Das Erzgebirge

An der tschechisch - deutschen Grenze finden staatsübergreifende Bauarbeiten statt, die letzten Kilometer CZ und die ersten Kilometer DE sind Gegenverkehr ... sozusagen als Einstimmung auf das was noch kommen wird.


Tschechisch - deutsche Grenze

Das "Erlebnis Straße" beginnt nach Berlin, genauer gesagt auf der "Erlebnisstraße Deutsche Einheit
" - so heißt diese Straße auf meinem Telefon - Navi. Den Deutschen ist das zu lang, deswegen nennen sie diese Straße schlicht "A24". Das wiederum unterstellt, daß es sich dabei um eine Autobahn hanelt, was so nicht stimmt. Es ist eher eine Landstraße mit einigen autobahnähnlichen Abschnitten. Die Höchstgeschwindigkeiten sind meistens zwischen 60 und 80 km/h angeschrieben, meistens kombiniert mit Überholverboten für PKW mit Anhänger. Die Austede daß ich keinen Anhänger mitführe, sondern ein Boot, gilt leider nicht.

So revidiert mein Navi die Ankunftszeit jede Viertelstunde, und das gefühlte vierundvierzig mal. Um 16:30 treffe ich in Sietow ein und werde - nach einer Ehrenrunde meinerseits (ich war vielleicht doch einen Hauch zu schnell unterwegs) von den Freunden in Empfang genommen.

Boot aufriggen und am Wasserwanderrastplatz festmachen, Zelt aufbauen, Abendessen und wohlfühlen.










PS: 7 Fotos posten dauert hier ca. 1.5 Stunden ... also bitte um Nachsicht, wenn's in den nächsten Tagen nicht die große Masse an pic's gibt ... das ist sehr zermürbend.

Ich empfehle dringend, bei der nächsten Bundesratswahl nicht wieder irgend einen Sch.... zu wählen, sondern jemand, der auch hier das Breitband Internet ausbaut.

Freitag, Juni 15, 2018

Statistik - und was bleiben wird

Ich musste es 2x nachrechnen ...aber es scheint zu stimmen ...

09.06.2018 Binnenmüritz 9,9 km
11.06.2018 Waren - Sietow 15,7 km
12.06.2018 Sietow - Rechlin - Ludorf - Sietow 49,5 km
13.06.2018 Sietow - Waren - Ludorf 30,7 km
14.06.2018 Ludorf - Röbel - Waren 31,7 km
Summe 137,5 km

Danke an alle MitwanderInnen für diese wundervollen 137,5 km! Es war toll, das mit Euch erleben zu dürfen.

Was wird bleiben ...

... die Erinnerung an eine anstrengende, tolle, erlebnisreiche Segelwoche
... Sprüche wie
     "Da hinten reißt's schon auf"
     "Mach was einfaches"
... Kaffee aus der Frenchpress und Rührei auf dem Jet-Burner - eine Linie hinter die wir nicht mehr zurückgehen können / werden

Heute ist Ruhetag ... setzen lassen ... den Gedanken nachhängen ... warten auf das Eintreffen der vielen Holzpiraten - Freunde, die sich zum iHPF angekündigt haben.

Der Kreis schließt sich

Es ist Donnerstag - Zeit, wieder zum Warener Segelverein zurück zu kehren und die Boote und uns selbst auf das iHPF vorzubereiten. Aber einfach nur von Ludorf nach Waren ... das wäre trivial ... also wird als erstes Ziel Röbel ausgegeben.

Röbel ist ein süßes kleines Städtchen mit viel Fachwerk, das am Ende einer langen schmalen Bucht liegt. Wie man auf dem GPS Log sieht, war es für uns nicht auf dem ganz geraden Weg erreichbar. Ich glaube wir alle sind mindestens an einer Stelle kurz mal aufgebrummt mit unseren Schwertern, aber alle haben sich der Herausforderung gestellt, und alle haben es geschafft. Auch hier waren wir mit unseren Piraten die eye cattcher im Hafen, und auch hier zogen die Piraten wieder Geschichten von fremden Menschen - ehemaligen Piratisten oder Piratschüler - an. Es ist wie mit Hündchen ... mit einem Piraten kommt man immer rasch ins Gespräch.

Über den Schlag von Röbel nach Waren gibt es wenig zu sagen, außer daß es immer wieder erstaunlich ist, daß Piraten auch ohne Wind segeln können ... das aber nur seeeehr langsam. Nicht einmal der Spi hat geholfen, den Vortrieb zu verbessern. Dazu sehr stark drehende Winde, und nach drei Halsen hab ich die Blase dann auch wieder eingepackt.

Zur Belohnung gab's dann eine Autofahrt zum Seehotel in Zielow mit den leckeren Fischgerichten, auf eine zweite Runde Welsfilet, Entenbrust und Co.

WWRP Ludorf am Morgen - so friedlich


Röbel

Röbelrosen

Seehotel


Belohnung nach der Röbel-Kreuz 

   


Mittwoch, Juni 13, 2018

To Jabel or not to Jabel

Wir schließen unser Sietower Zeltlager nach einem gewohnt oppulenten Frühstück und laufen Richtung Waren aus, wo wir die Masten legen und mit Hilfe von Carstens Außenbordmotor in die Elde einlaufen werden ... unter der Brücke durch und in den Jabelschen See.

Nur irgendwo auf der Rauschefahrt von Sietow kommt uns allen die Motivation abhanden, die Masten zu legen ... das ist doch ziemlich viel Action für so einen kleinen See. Statt dessen fahren wir zum Warener Segelverein, treffen Mischa, der sich heute zu unserer Wanderflotte gesellt, und beschließen, wieder Richtung Süden zu fahren.

Nachdem beide Campingplätze vis-a-vis von Sietow wieder mal keinen Steg haben, erinnern wir uns an den Wasserwanderrastplatz (WWRP ... gottseidank haben die Deutschen dafür eine Abkürzung) in Ludorf und fallen dort wie die Hornissen ein ... 5 Boote in 3 Boxen ... zack zack zack ist der Hafen voll ... jeder Handgriff sitzt ... so macht das Spaß.

Es gibt hier auch eine Würstchenbude, die für unser heutiges Abendessen sorgt ... Currywurst / Pommes rot-weiß

Bis jetzt gab‘s auch sehr wenig Bruch ... einige Kerben in den Scheuerleisten, ein gelöstes Want und eine gebrochene Schraube ... möge es so bleiben!