Sonntag, September 10, 2023

Abgesang

Unser Törn in Zahlen:

Tag Route Distanz [km] Zeit [hh:mm]
Tag 1 Harras - Freya - Aiterbach - rund Frauenchiemse - Harras 22.2 04:59
Tag 2 Harras - Chieming - Seebruck - Harras 40.8 05:39
Tag 3 Harras - Kailbach - Gstadt - rund Frauenchiemsee - Harras 23.0 03:50
Tag 4 Harras - rund Frauenchiemsee - Gstadt - Breitenbrunn - Harras 19.9 03:45
Tag 5 Harras - Frauenchiemsee - Harras 17.2 04:03
Tag 6 Harras - Badeplatz W-lich Herreninsel - Harras 4.7 1:43
Tag 7 Harras - O-lich Herreninsel - Harras 13.6 05:58
  Summe 141.4 29:57

Wir räumen das Feld und kehren zurück zum Neusiedlersee ... aber wir wissen jetzt schon: wir kommen wieder - versprochen

 
 
ein letzter Blick zurück
Danke Chiemsee für die wunderschöne Zeit

... und zuhause muss einfach noch einmal

Labskaus

Samstag, September 09, 2023

Chiemsee die siebente

Die Freunde machen sich auf den Weg ... wir werden einander 2024 zum Wandersegeln und zum iHPF wieder sehen ... ihr fehlt mir jetzt schon und die Vorfreude auf unser nächstes Wandersegeln wird jeden Tag wachsen.

Was wir alle mitnehmen, sind die Erinnerungen an eine traumhaft schöne, gelungene Segelwoche. Und was wir auch mitnehmen, ist die Anerkennung des alten Fischers, der unsere ausschließlich unter Segeln gefahrenen Manöver in der relativ engen Boxenstraße oft mit dem Fernglas aus seiner Hütte beobachtet hat und kommentiert mit den Worten: "Die können das. Sieht man heute nicht mehr oft.". Danke!


 

Wir selbst legen noch eins drauf und wollen's noch einmal wissen, ob man bei (fast) kein Wind segeln kann - man kann, aber es ist "zach" (Übersetzung siehe "Chiemsee die vierte").


Im Ferienhaus Deller mit seinem sehr gepflegten Garten, wo wir uns sehr wohl gefühlt haben, wird's ruhiger. Einmal kochen wir uns noch was feines am Abend, bevor auch wir packen und uns auf die Heimreise vorbereiten.


Tag 7: 13.6 km, 05:58 h


Freitag, September 08, 2023

Chiemsee die sechste

Der Tag beginnt völlig anders … wir lassen uns auf die Kampenwand seilbahnen und halten von dort Ausschau nach den Chiemseewinden. Die finden wir nicht, dafür aber Enzian, Silberdistel, Kuhglockengebimmel, die Steinlingalm

Getrieben von der Hoffnung nach etwas Wind kehren wir zum See zurück und lassen uns aus dem Hafen hauchen. Es reicht bis zu einer Stelle an der Herreninsel, wo der Anker und wir selbst ins Wasser fallen … herrlich 💦🏊‍♀️

Für die Freunde ist es der letzte Segeltag, morgen werden sie ihre ⛵️⛵️ reisefertig machen und die lange Heimreise antreten … 127.8km haben wir gemeinsam versegelt … danke Jürgen und Sven für eure ausgezeichnete Kameradschaft und Seemannschaft 🙏

 

find den Wind 🤷‍♂️

 

 




 


Ankerwache

Als deutsch - österreichisches Abschieds - Dinner gibt's

Labskaus "mit alles" von Sven

Tag 6: 4.7 km, 01:43 h


Donnerstag, September 07, 2023

Chiemsee die fünfte

Bei seeehr mäßigem Wind laufen wir mit den Freunden, die uns bei der Organisation unserer Chiemseewoche geholfen hatten, zu einem Besuch der Fraueninsel aus … endlich!

Der Kenner der Örtlichkeiten verspricht nicht zuviel … führt uns zum Pollfischer im Inneren der Insel … der Garten ist wunderschön, die geräucherte Renke und Brachse sind ein Gedicht. Und der Spaziergang durch blühende Gärten, vorbei an winzig kleinen „Hafenbecken“ ist es auch.

Seglerisch ringen wir dem Haucherl dann doch 17.2km ab … händeringend sozusagen … auf dem 30er JK der Freunde ist das vielleicht bequemer, dafür sind die Piraten schneller da 😉

Klaus der Einheimische

vielleicht nicht schneller, sicher bequemer als ein Pirat
 
"Der Pollfischer"

yummie

wunderschöne Häuser ...
 
... und Gärten auf der Fraueninsel

so klein und schon ein Hafen
 

die Chiemseeplätte - autochthone Bootsform des Chiemsees


Tag 5: 17.2 km 04:03 h






Mittwoch, September 06, 2023

Chiemsee die vierte

Wir hatten gestern noch beschlossen, heute mal anders rum zu fahren, was bei meistens keinem Wind ein bissi „zach“ (dt.: zäh) ist. Jedes kleine Windzüngerl kann entscheidend sein, und unser inherenter Regattatrieb wird heute schwer auf die Probe gestellt … 10 Bootslängen Abstand … der eine steht, der andere fährt 2 Kabel vor … so geht das bis um die Fraueninsel … dann eine Böe die uns Halbwind direkt in die Arme des freundlichen Bootsvermieters mit Steg und des Eiskaffeeverkäufers in Gstadt bläst.

Danach geht‘s wieder mit rasender Geschwindigkeit von 5 sek/m (sic!) in die letzte noch unentdeckte Bucht, die Mühlner Bucht, und dann ebenso schnell wieder zurück nach Prien ("zach" - Übersetzung siehe oben). Am Ende schiebt sich das Feld wieder bis auf 3 Bootslängen zusammen und wir beschließen den beschaulichen Segeltag mit 19.9 gesegelten Kilometern. Damit ist auch der 💯er voll … Danke Chiemsee

welcome back Jürgen

Starkwind sieht anders aus
 
der mit dem Wind tanzt
 

FLAME führt kurzzeitig das Feld an
 
heute Abend "Rote Grütze" als Nachspeise ... die Frage, ob mit ungeschlagenem Schlagobers (deutsch: Schlachsahne) oder Vanillesauce, wurde mit 2:2 unentschieden geklärt.
 
die deutscheste aller Nachspeisen

Tag 4: 19.9 km, 03:35 h

 

Dienstag, September 05, 2023

Chiemsee die dritte

Heute fahren wir ohne Jürgen aus. Der meditiert über das gestrige indische Dinner. Die anderen segeln bei drehenden und böigen Winden in die „zweite Bucht“ die es zu entdecken gilt: den Kailbacher Winkel. Dort gibt's ein paar nette Stege, die aber privat sind und nicht zum Anlegen einladen.

Weiter zieht's uns nach Gstadt, wo wir am Steg der Bootsvermietung anlegen dürfen. Auch hier erleben wir das schon so oft erlebte: hinsegeln, fragen ob wir dürfen, freundliches "Ja". Wir erfahren vom Vermieter, dass viele Skipper einfach ohne zu fragen, den Steg entern - das geht natürlich nicht. Es hilft natürlich ungemein, alle Manöver unter Segeln auszuführen - das sieht man heute nicht mehr sehr oft. Großes Danke an die Bootsvermietung des Gästehauses Pletzenauer.

Den Eiskaffee gibt's im Kiosk und Café am Dampfersteg, den achterlichen Wind auf dem Nachhause-Schlag.

 
 
 
 
Therapieteam zur Beseitigung letzter Reste von  Inder-Dinner

Tag 3: 23.0 km,  03:50 h


Montag, September 04, 2023

Die Sache mit der Pinne

Der Ausleger ist mit Bordmitteln nicht reparierbar. Also klappern wir zwei Ausrüster ab, die sind auch gut aufgestellt für Kielboote, für Jollen haben sie leider nix passendes. Die letzte Hoffnung - die Bootsbeschlägehandlung Erhard - entpuppt sich als bestens ausgerüstete Beschlagswerkstatt. Der Meister wirft seinen Schweißtrafo an und heilt das Ding "in no time" - danke danke danke.

Im ausgebrochenen Loch ist der Bolzen jetzt verschweisst, die andere Seite dreht noch immer frei … happy 😃🥰

vorher

nachher


Chiemsee die zweite

Irgendwo zwischen Wende 10 und 20 habe ich den Pinnenausleger in der Hand. Also den Pinnenausleger habe ich ja immer in der Hand, nur auf einmal habe ich NUR den Ausleger in der Hand, getrennt von Pinne und Schiff - nicht gut!

Das Niet im Gelenk ist aufgegangen … also nix mehr auf die hohe Kante - die ist momentan unerreichbar. also schön innenbords und weit hinten sitzen - was ich gar nicht mag. Jetzt muß also die Vorschoterin aktiv in den Gewichtstrimm eingreifen, das macht sie auch sehr gut - bissle nass halt 💦 … aber wir kommen gut nach Chieming und legen im Nothafen an der Wasserwacht an. Ein großes Dankeschön an den Diensthabenden.

Nach einer kleinen aber sehr feinen Stärkung im Al Dente - Zwetschkendatschi und Gafffe (molto germanico) -lassen wir uns von einem meist (naja manchmal) halben Wind (eher Lüfterl) nach Seebruck blasen, bevor wir die Heimfahrt mit achterlichem Wind antreten. Am Ende stehen 40.8 km auf der Logge … der eine oder die andere WanderseglerIn berichtet beim abendlichen Besuch des indischen Lokals Maharadja in Prien, dass der Tisch schwankt 🌊〰️

Gewichtstrimm




 
 
 
beim Inder

Tag 2: 40.8 km, 05:39 h