Montag, 6. August 2018

Der Törn in Zahlen

Hier die Zusamenfassung des Törns für alle, die an Zahlen und Tabellen interessiert sind:

Distanz Zeit
Datum von nach ab an Segel Motor Gesamt Segel Motor Gesamt
Mo 30.07.2018 Säbyviken Furusund 11:15 17:30 3,2 22,0 25,2 0:51 5:24 6:15
Di 31.07.2018 Furusund Ramsmora 11:30 17:35 21,9 2,7 24,6 4:59 1:06 6:05
Mi 01.08.2018 Ramsmora Träskö Storö 12:15 15:45 9,9 1,1 11,0 2:42 0:48 3:30
Do 02.08.2018 Träskö Storö Grinda 11:00 14:00 7,3 2,1 9,4 1:54 1:06 3:00
Fr 03.08.2018 Grinda Stockholm Vasahamn 11:40 17:16 10,6 10,3 20,9 2:48 2:48 5:36
Sa 04.08.2018 Stockholm Vasahamn Vaxholm 10:35 13:25 8,1 1,2 9,3 2:20 0:30 2:50
Vaxholm Säbyviken 13:35 15:40 2,6 5,4 8,0 0:35 1:30 2:05
Total 63,6 44,8 108,4 16:09 13:12 29:21


Und hier der Zusammenschnitt aller Tagesstrecken


Sonntag, 5. August 2018

Der Kreis schließt sich

Im Wasahamnet sind wir erstaunlich ruhig gelegen, kein Geschaukel, kein Wellengekrache, einfach perfekt. Und perfekt war auch das Ablegemanöver - die Crew ist jetzt schon gut eingespielt. Das einzige was zu bemängeln war: rechtzeitig zum Auslaufen erwischt uns ein Regenschauer. Trotzdem laufen wir aus, um vor einer für Nachmittag angesagten Gewitterfront in Säbyviken zu sein.

Bei leichtem West will sich die erhoffte Rauschefahrt nicht so recht einstellen, es geht mit 2.5 bis immerhin 5.5kn aus der Stadt hinaus, meistens mit Wind von hinten (Segler sind kompliziert: ganz von vorne = nix gut, ganz von hinten = auch nix gut). Das langsam Segeln hat aber auch sein gutes, denn kaum sind wir im Hauptfahrwasser, hat uns die Regenfront überholt und regnet sich vor uns aus - hinter uns schickt uns Stockholm ein sonniges Aufwiedersehen.

Manchmal können wir Schmetterlig segeln , manchmal können wir anluven (vor allem in den engen Passagen zwischen den Inseln, wo auf einmal alle Schiffe, die heute am Wasser sind, zusammen treffen), und dann gibt's ja doch ein paar Takte Rauschefahrt mit über 7kn.

In Waxholm füllen wir den Dieseltank an, tuckern um die Festung herum und setzen gleich nach der Engstelle im Kodjupet zum letzten Mal die Segel und rauschen der Einfahrt von Resarö zu. Die letzte Rauschefahrt trifft nicht ganz den Geschmack aller Crewmitglieder, und wir hören einige Male den Ruf "riiiskyyy", wenn sich Lady Anna zu sehr zur Seite neigt. Aber auch diese letzte Kreuz geht zu Ende. Wir bergen die Segel und motoren uns an den wohlbekannten Felsen (vulgo "Kekse") vorbei nach Säbyviken, wo der Skipper zeigt, was man macht, wenn man in die Box nicht beim ersten Mal hinein findet.

Lady Anna ist vertäut, wir beginnen mit den Aufräumarbeiten, und im Norden beginnt sich das angesagte Gewitter aufzubauen, Bald schüttet und kracht es links und rechts von uns, und der Regenguss der abziehenden Front ist sehr willkommen zum obligaten Deckschrubben. Wir bringen das Schiff auf Hochglanz, feiern unser Rest'lessen und lassen den Tag mit einigen Spielen ausklingen.

Die Statistik reiche ich demnächst nach - für heute nur so viel:

Distanz unter Segel: 63.6 nM
Distanz unter Motor: 44.8 nM
Distanz gesamt:108.4 nM

Gratulation an meine tüchtige Crew!


Der Kreis schließt sich

Noch einmal zeigt sich Stockholm von seiner strahlenden Seite

Zur Abwechslung ein Traditionssegler

Schmetterling

Freitag, 3. August 2018

Stockholm von der anderen Seite

Über Nacht hat der Wind auf SW gedreht. Alle Wege zurück zum Heimathafen liegen jetzt irgendwie gegenan. Wir verlassen Grinda, setzen Segel und kreuzen bis vor Waxholm. Die Enge des Kodjupet wäre allerdings nicht zu segeln gewesen. Also wechseln sich heute Segel und Motor einige Male ab, bevor wir uns unserem vorletzten Hafen nähern.

Wir haben uns für den Wasahamnet in Stockholm entschieden, so können wir die Stadt noch einmal von der Wasserseite aus genießen. Außerdem hoffen wir, für die heutige Kreuzerei mit einer Rauschefahrt zurück nach Waxholm belohnt zu werden ... morgen.

Big Sister ... konnte einige Minuten vorher von der Schäreninsel nicht ganz verdeckt werden

... und das mit gerefften Segeln

Grinda - Stockholm

Wasahafen bei Wasamuseum

Eisberge sind zum Glück aus